Schafglück

Manchmal fragt sie mich mit leicht panischem Unterton: „Hast du das Schaf noch?“

Das sind die typischen Gedanken von Menschen die Handarbeiten. Und da andere handarbeitende Menschen diese Gefühle zu „Hand-made-Dingen“ ebenfalls haben, kann ich ihr ganz beruhigt antworten: „Aber natürlich Mama. Es liegt oben im „Winter-Handtücher-Kleiderschrank.“

Ich rede hier von dem Schaf, welches meine Mama in der Schwangerschaft mit mir gestrickt hat. Die Zeit ist nicht spurlos an ihm vorbei gegangen. Aber das ist für den Strickschenkenden auch nicht so schlimm. Es soll benutzt und gepflegt werden. Man will, dass es geschätzt und ein Leben lang mit Liebe behandelt wird.

Ich stelle mir immer vor, wie sie abends mit Kugelbauch an ihm gearbeitet hat und sich Gedanken darüber gemacht hat, wie ich wohl sein werde und wie das Leben mit mir wird… und dabei wird mir immer ganz sentimental zumute. Ich denke, dass sie ebenfalls diese sentimentalen Gedanken hat und deswegen hin und wieder diese Frage stellt.

Lange Rede kurzer Sinn, hier kommt das Schaf:

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4 Gedanken zu “Schafglück

  1. Für sein Alter sieht es doch wirklich noch sehr gut aus. Ich freue mich, dass es hier einen Platz bekommen hat. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als es entstanden ist.

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