Zeitrausch

Gestern bin ich noch einmal schnell über eine Babymesse geschlichen. 

Unsere Babyzeit neigt sich dem offiziellen Ende entgegen und wenn ich mir unser Baby so ansehe denke ich oft, dass es schon eher ein Kleinkind als ein Baby ist. 

Es krabbelt, zieht sich hoch und stellt sich hin. Die kleinen Hände interessieren sich vornehmlich für Kabel, Steckdosen und andere Dinge die zu schwer, zu gefährlich, zu kippelig oder zu teuer sind. 

Dieses ganze bunte Spielzeug das klappert, rasselt und für Babys in seinem Alter bestimmt ist liegt unbeachtet rum. 

Sein Zeitvertreib ist das Hineinklettern in den Geschirrspüler, das Hochziehen am Esszimmerstuhl, das Rausrobben wollen auf die Terrassee und das Türen bewegen. 

Ich frage mich, wo sind diese neun Monate geblieben? Sie sind noch schneller vergangen als die neun Monate der Schwangerschaft, obwohl ich doppelt so lange wach war. 

Und dann grinst das Baby mich an, ACHT Zähne blitzen hervor und ich denke:

„Ich würde alles wieder so machen.“ 

… und diese Erkenntnis ist in der Zeit des Verzichts, der Zurückstellung der eigenen Bedürfnisse und „des Fünfe gerade sein lassens“ des Haushalts oder der Ablage die Wichtigste. 

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